leiwand: elfriede jelineks NEID wächst

NEID ist laut Untertitel ein Privatroman, den Elfriede Jelinek auf ihrer Homepage fortschreibt. Privat, da sozusagen im Selbstverlag, sagt sie im FAZ-Interview. Sie fügt hinzu, das Internet, der öffentlichste Ort der Welt, Tendenz steigend, sei ja schlussendlich doch nur virtuell. Ihr Text sei also da und gleichzeitig nicht da. Alle können ihn lesen, oder keiner. Das ist doch eine erfrischende Einsicht, bei dem ganzen selbstreferenziellen socialwebkram. … … Mir gefällt auch das Schlusswort des Interviews:

Außerdem behalte ich mir vor, falls ich scheitere oder zu scheitern glaube, den Roman als Torso einfach so stehenzulassen, ihn nachträglich umzuschreiben oder ihn einfach aus dem Netz zu nehmen, falls ich das möchte beziehungsweise falls ich es nicht aushalte, dass er da einfach so steht und blöd aus dem Bildschirm herausglotzt.

…sehr lesenswert finde ich den Text „Im Verlassenen“ – ein Kommentar zum – tja, wie sagen? – Fall Amstetten. Schonungslos, wie die Texte von Frau Jelinek eben sind. Zu finden auf Ihrer Website unter „Aktuelles“. Der Test ist allerdings nicht zum schnellen Überfliegen oder Querlesen geeignet. In ein entsprechendes Programm kopiert, mit Standardschriftgröße, ergeben sich vier Seiten.

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