bob „on-your-knees!“ mould

Jetzt mal zu den wichtigen Dingen: B O B M O U L D ist in der Stadt und spielt morgen abend ein Konzert im Postbahnhof. Einlass ab 20 Uhr, Karten ab 21, 90 Euro. Aus diesem Anlass einige Anmerkungen zu seinem aktuellen Album DISTRICT LINE, geschrieben von einer uns unbekannten Person und uns von derselbigen freundlicherweise zur Verfügung gestellt:

„Please listen to me and don´t disagree“ – mit diesen Worten eröffnet Bob Mould sein Album DISTRICT LINE. Worte, die wir dem inhaltlichen Kontext des Eröffnungsstücks STUPID NOW gerne entreißen – und gerne antworten würden: Ja. Und: nein. DISTRICT LINE fand im Februar den Weg in die Läden und darf nun, nach einer viermonatigen Phase des Sich-Erschließens im besten Sinne des Wortes „beworben“ werden.


Durfte man die 2005 erschienene BODY OF SONG als das vielleicht in sich geschlossenste Werk Bob Moulds beurteilen, drängt sich jene Wertung nun neuerlich auf. Als ein großes Kompliment. DISTRICT LINE ist ein rundes Werk. Kreisrund. Bob Moulds mannigfache musikalische Interessen und Geschmäcker ergänzen sich, finden zueinander, scheinbar müheloser als je zuvor. Verantwortlich für diesen Umstand dürften wohl nicht zuletzt die fließenden Arrangements sowie der fast schon als „smooth“ zu bezeichnende Gesamtsound der CD sein.

Meist sein eigener Produzent, merkt man Bob Mould auch im 30. Jahr seines musikalischen Werdegangs das stete und bewusste Sich-in-Lernprozessen-befinden an. DISTRICT LINE zeichnet ein wunderschönes in sich stimmiges Klangbild. Die nach der von Electronica geprägten CD MODULATE aus dem Jahr 2002, und auf BODY OF SONG vollzogene Rückkehr zum gitarrenlastigen Musizieren, findet in 2008 ihre konsequente Fortsetzung: 2/3 der Songs darf man guten Gewissens als rockig klassifizieren. Das verbleibende Material ist ruhig. Wirklich elektronisch wird es ausschließlich in SHELTER ME.

Begleitung fand Bob Mould einmal mehr in Brendan Canty von den sich in Ruhestellung befindenden Fugazi und der in Virginia lebenden Cellistin Amy Domingues. Bis auf ihren, wohlgemerkt, hervorragend dezent arrangiert und ebenso dargebotenen Part in WALLS IN TIME, bis auf Mr. Cantys Schlagzeugspiel, für das er diesmal alleinig über die Länge des gesamten Albums verantwortlich zeichnet, gilt auch in 2008: Bob Mould ist Bob Mould. An Gitarre, Bass, Keys, Percussion und Mikrofon.

Und zu eben jenem „Mikrofon“ verbliebe zu äußern: der Charme seiner Gesangslinien, seiner Stimme, ist ungebrochen. Seit den späten HÜSKER DÜ sind sie die große Konstante im Werk Bob Moulds und wussten, seit 1989 WORKBOOK als der erste Schritt seines Solopfades veröffentlicht wurde, oftmals auch einen eher mittelmäßig anmutenden Tune zu retten. Aber von Mittelmäßigkeit soll an dieser Stelle nicht die Rede sein.

DISTRICT LINE ist ein hervorragendes Bob Mould Album geworden.

> Das Foto ist von PaxArcana, da lohnt sich auch ein Klick!

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