liselotte herrmann

Heute von siebzig Jahren wurde in Berlin-Plötzensee die Widerstandskämpferin LISELOTTE HERRMANN hingerichtet.

1909 in Berlin geboren, ist Liselotte Herrmann ab ihrem 19. Lebensjahr aktive Kommunistin und später engagierte Widerstandskämpferin. Wegen KPD-Mitlgiedschaft der Berliner Universität verwiesen, arbeitet die studierte Biologin und Chemikerin als Kindermädchen in Berlin, wo sie 1934 ihren Sohn Walter zur Welt bringt. Im gleichen Jahr geht sie nach Stuttgart, um im Ingenieursbüro ihres Vaters zu arbeiten. Sie steht dort mit der illegalen KPD in Kontakt und arbeitet mit dessen Leiter Stefan Lovasz zusammen. Von Artur Göritz erhält sie Informationen über die Produktion von Rüstungsgütern in den Dornier-Werken in Friedrichshafen sowie über den Bau einer unterirdischen Munitionsfabrik bei Celle. Dieses Material leitet sie an einen Instrukteur des Zentralkomitees der KPD in der Schweiz weiter. Sie wird 1935 von der Gestapo festgenommen, verbringt 19 Monate in U-Haft und wird 1937 vom Volksgerichtshof wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Sie ist ein Jahr im Frauengefängnis in Berlin inhaftiert, danach kommt sie nach Plötzensee in die Todeszelle, wo sie am 20. Juni 1938 trotz massiver in- und ausländischer Proteste unter der Guillotine stirbt.

> Cristina Fischer hat heute einen Artikel über Liselotte Herrmann in der jungen welt veröffentlicht

> Vom MV-Taschenbuchverlag wird derzeit das Buch „Schweigen über Lilo“ von Ditte Clemes zum Download angeboten. Es ist die einzige erhältliche Biografie über Liselotte Herrmann.

> Das Bild zeigt Liselotte Herrmann mit ihrem Sohn, das Copyright liegt bei der GDW

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