hinter wien

guten tag aus wien. heute ist samstag und draußen schifft es. Ich höre fm4, die grade über das sonne, mond und sterne festival berichten. in deutschland scheint besseres wetter zu sein. gestern war ich in einer kneipe namens /gitarre/ im 4. bezirk, ein kleiner rockladen, der mich ein bißchen ans turandot in kreuzberg erinnert hat. auf dem tisch lag ein zettel, auf dem stand: programmierer – wortkarges buckliges wesen, das einem ein problem, von dessen existenz man keine ahnung hatte, auf eine unverständliche weise löst. auf dem klo waren lautsprecher, aufs ohr gab es die desert sessions – lange nicht mehr gehört – und ich habe ein paar über den durst getrunken. heute bin ich etwas lahm deswegen.

ich befinde mich im 8. bezirk, hier ist es ziemlich bürgerlich und das haus, in dem ich wohne, hat ein beeindruckend prunkvolles treppenhaus. gegenüber ist ein gefängnis. wien ist irgendwie entschleunigt. nicht im sinne einer slow city, aber der alltagspuls geht hier definitiv gemächlicher als in berlin: die sprache, die donau, die strassenbahnen, das riesenrad, die waschmaschinen, die zigaretten. sobald man den ring, der das stadtzentrum umschließt, verlässt, ist wien gar nicht mehr so grande, pompös und glanzvoll. im gegenteil. ich sehe genau so viele obdachlose menschen wie in berlin und genau so viel hundescheisse (hier kostet das 36 EUR). das stadtbild gefällt mir, die leute hier finde ich erfrischend unaufgeregt, nicht so latent hyper! und amstart! wie die.. wie die.. hmm, wie zum beispiel die kopenhagener (an dieser stelle grüße an rasmi-rasmus, den amstartesten menschen, den ich kenne).

einen paralysierenden sack voller empfehlungen habe ich bereits bekommen – was es hier nicht alles anzuschauen gibt, phew. das krapfenwaldlbad wurde mir jüngst zum bourgeoisen schwimmen mit blick über wien empfohlen, das mache ich vielleicht morgen, allein schon wegen des hübschen namens. der öpnv ist toll. es fahren weinrote trams mit holzsitzen, die gefallen mir als fortbewegungsmittel am besten, obwohl sie sich /behindertengerecht/ eher nicht auf die fahne schreiben können: die stufen sind gefühlte halbe meter hoch. die tuckern unentwegt durch die stadt, und obwohl ich die logik des netzes überhaupt nicht blicke und mich ständig verfahre, macht es mir spass mit ihnen. demnächst mehr.

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