happy birthday, david bowie

Muss sein – ein Geburtstagsgruß an meinen persönlichen Meister David Bowie: HAPPY SWEET BIRTHDAY.

62 wird er heute und ist damit ein Jahr älter als meine Mutter. Es gab eine Zeit, da habe ich fast ausschließlich seine Musik gehört, habe kein schlechtes Wort über ihn ertragen (ein gefundes Fressen für angriffslustige Klassenkameraden, klar… seinerzeit führte dies nicht selten zu heftigstem Streit im Pausenhof; mit Abstand darf ich wohl zugeben, nicht grade über den Dingen gestanden zu haben), hatte mein Zimmer mit Bilden gepflastert und habe bei bestimmten Songs immer angefangen zu weinen. Mein all-time-favourite und Heul-Garant war STARMAN. David Bowie war für mich der schönste, eigenwilligste, geheimnisvollste und begehrenswerteste Mann der Welt. Zudem, selbstredend, ein auratischer Songwriter, exorbitant charismatischer Sänger/Performer und außergewöhnlich begnadeter Texter.

Heute betrachte ich ihn, selbstredend, etwas differenzierter. Seit 1997 an der Börse und millionenschwer, kostet die Mitgliedschaft im von ihm selbt lancierten und preisgekrönten BowieNet 65 Dollar im Jahr; seine Konzertticketpreise gehen Richtung unerschwinglich und seine Merchandise-Produkte sind stylisch aber unverschämt teuer. Der Mann hat zweifelsohne in den letzten  Dekaden seinen innovativen Geschäftssinn perfektioniert. Zu Lasten der Musik. Machen wir uns nichts vor: Nach OUTSIDE (1995) ist musikalisch nichts Bahnbrechendes mehr passiert. Einzelne Songs sind noch gut oder interessant, vor allem Songs des Albums HEATHEN (2002), aber das für mich charakteristisch Hymnische bei Bowie, das mich immer mitten ins Herz getroffen hat, habe ich seit THE MOTEL von OUTSIDE nicht mehr gehört (dieser Song schließt meines Erachtens den Film INTIMACY absolut furios ab).

Als Fan kann man heute ein paar Poster abknutschen, als Ex-Fan legt man nochmal ZIGGY oder HUNKY DORY oder HEROES auf den Teller und denkt an früher. Und stellt fest, dass man überhaupt nicht mehr auf dem Laufenden ist: Was hat der Mann eigentlich in den letzten Jahren getrieben? Mein letzter „encounter“ mit ihm war der Film „Scott Walker: 30 Century Man“ (Berlinale 2007). Da kommt David Bowie als Zeitzeuge/Fan vor, aber ich erinnere mich hauptsächlich an sein unsägliches Hilfiger-Shirt, welches der Regisseur sogar im anschliessenden Publikumsgespräch kommentiert hat.

Bleibt nicht viel übrig, scheint es. Außer ein paar Bilder. Schön finde ich ihn immer noch. This won’t ever change…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s