#vollkaracho: Ein Epilog von Lars Ruppel

Ein schönes Buch: Zehn Gedichte über Redensarten von Lars Ruppel, seines Zeichens Poetry Slammer und darin Deutscher Meister 2014. Er schreibt im Vorwort, der Anlass zum Buch sei sein Zusammentreffen mit einer Frau Hempel gewesen, die über seine Wie-bei-Hempels-unterm-Sofa-Referenz nicht gelacht hat. Heute habe ich den Epilog gelesen, toll:

In manch Nacht in stiller Stunde

kommt ein Geist in meinen Sinn,

macht mich voll und ganz des Zweifels,

ob ich voll karacho bin.

 

Schätze mich auf halb karacho,

hab mich lang nichts mehr getraut,

Lebensmotto mehr so: „Geht so“,

und ganz blass in meiner Haut.

 

Nackt und kalt steh ich am Fenster,

Muskelspiel im Mondenlicht,

frage schwach die Nacht um Hilfe,

doch sie antwortet mir nicht.

 

Schließlich sehe ich die Lösung.

Fliegt mir durch die Nachtluft zu:

Irgendwo ist immer jemand

noch karachoer als du.

 

Also lebe ich meine Leben

so karacho, wie ich kann.

Denn an all die Volker Rachos

kommt man sowieso nicht ran.

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