#altfolk: Rozi Plain mit Rachel Horwood im Monarch

Hach. Am liebsten würde ich nur noch auf solche Konzerte gehen: Sonntag Abend, 21:00. Der wunderschöne Monarch ist fluffig gefüllt, die Stimmung etwas besinnlich. So Weißwein-statt-Bier-besinnlich. Der Abend gehört Rozi Plain, einer britischen Singer-Songwriterin, die in diesem Jahr ihr drittes Album veröffentlich hat. Sie steht mit ihrer grauen Gitarre auf der kleinen Bühne und erzählt und singt, und wird dabei unterstützt von Rachel Horwood am Banjo; die beiden ergeben ein höchst reizendes, organisch wirkendes Duo. Ich wäre nicht überrascht gewesen, hätten sie erzählt, dass sie quasi schon immer zusammen Musik machen.

roziplain

Rozis Musik ist auch live sachte, leise und zart, zerbrechlicher alternative folk mit feinen Melodien und ebensolchen Texten: It will be reported to be a difficult year, a tumultuous year. Beim Green Man Festival, zu das ich in diesem Jahr fast (aber eben halt nur fast…) gefahren wäre, schrieb man zu ihr: there’s a real sense of that whimsical departure from the hustle and bustle of modernity running through the heart of the music she’s released thus far. Das trifft es für mich genau. Obschon ich mir das Konzert anders vorgestellt hatte, mit Band nämlich, und lauter, schneller, womöglich weitaus rockiger als auf Platte, stelle ich fest: ich bin entzückt. Eine solch warmherzige und zugleich filigrane und etwas frickelige Livedarbietung, wie die beiden sie uns kredenzen, bekommt man nicht so oft. Gefühlt das Gegenteil der schrillen Hochfrequentaura des Pornfilmfests, das ich am Vortag besuchte und dessen Abschlussfeier zeitgleich zum Konzert nebenan im Südblock stattfindet. Mir geht das Herz auf und wie immer versuche ich, das Konzert atmosphärisch zu verinnerlichen so gut es geht. Lest I forget: Als Schmankerl vorab spielten spontan The Nightjar, ebenfalls Briten, ein experimental-folk-Trio mit Gesang, Kontrabass & Gitarre.

roziIch gestehe an dieser Stelle, dass ich selbst Rozi Plain wohl gar nicht entdeckt hätte. Aber dafür hat man ja Freunde (die fleißig Musikblogs lesen). Friend heißt übrigens auch ihr aktuelles Album, welches ich nach dem Konzert erstanden habe. Mit Autogramm ♥

Zum Schluss noch das Video zum Song Jogalong. Absichtlich gewählt, denn das hat Rachel gemacht (und Rachel hat es mir irgendwie angetan…), die auch zeichnet und schreibt, ihren tumblr habe ich oben bei ihrem Namen verlinkt:

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