#lyrik: Max Herrmann-Neiße

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Vor der Achilles-Statue im Hyde Park, 1935. © ULB Münster

Es ist Freitag. Zeit für erhebende Worte. Heute mit Max Herrmann-Neiße, denn es ist sein 75. Todestag:

Liebeslied in böser Zeit

Warum trauern?
Noch ist nichts verloren.
Die weißen Mauern
der Berge bestehn.
Vor den Toren
der Stadt blühen die Wiesen.
Geschlechter kommen, Geschlechter gehn.
Immer gab es Hölle und Wüstenei
neben den Paradiesen,
immer über dem Abenteuer
die Heimatglocken.
Immer wieder wird Mai,
leuchten die Johannisfeuer,
wehn vor den Fenstern Schneeflocken,
schmecken Dir Äpfel und Nüsse,
macht ein Lied uns Mut.
Und wenn ich Dich küsse,
endet das Märchen gut.

♦ Max Herrmann-Neiße

~courtesy of the very wonderful Verbrecher Verlag

Wer noch mehr von Herrn Herrmann lesen möchte, klicke hier

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