ixquick: eine ganz private suchmaschine

Für diejenigen, die Ixquick noch nicht kennen: laut Aussage der Anbieter handelt es sich dabei um die leistungsstärkste Suchmaschine der Welt. Und das angeblich ganz sicher bzw. privat. Daten werden also nicht gespeichert.  IP-Adressen werden z.B. nach 48 Stunden gelöscht im Gegensatz zur Praxis von Google. Zudem ist sie die einzig offiziel nach EU-Datenschutzrecht geprüfte und zertifizierte Suchmaschine. Auch der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung empfiehlt sie. Wer also Angst hat, Spuren im Netz zu hinterlassen, sollte vielleicht auf Ixquick umsteigen. Mir jedenfalls gefällt sie sehr gut.

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ausbeutung?

Heute erhielt ich eine Mail mit einer Ausschreibung für ein Praktikum bei der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit. Hier im Detail praktikantenstelle_sez_stuttgart.

Dann kam eine weitere Mail von diesem Verteiler:

Liebe Mitglieder, auf diese Anzeige muß ich jetzt einfach mal einen Kommentar abgeben. FAIR HANDELN steht da ganz oben auf dem Papier. Und dann: Vollzeitarbeit, 40-Stunden-Woche, mindestens 6-9 Monate – und dafür gibt’s ganze – 400 € monatlich!!! und man darf sich noch freuen, denn normalerweise gibt’s für ein Praktikum – gar nichts! So viel zum Thema FAIR HANDELN … sagt eine betrübte Weltladen-Mitarbeiterin.

Und noch eine Mail:

… da möchte ich mich doch gleich einklinken, da ich mich vor kurzem ueber ein aehnliches Angebot des BMZ-Programms „weltwaerts“ geaergert habe: anspruchsvoller Koordinationsjob, sehr hohe Qualifikationsanforderungen, 12 Monate Vollzeit und 60 € monatlich (s.u.)!!! Dass solch ein Angebot aufgrund des Arbeitsplatzmangels (gerade im EZ-Bereich) ueberhaupt moeglich ist ist schon ziemlich erschreckend … sagt ein betrübter Promovent und angehender EZ-Mitarbeiter (oder -Praktikant?).

arbeit nervt

Heute ist Montag, und auch für mich hat die offizielle Arbeitswoche wieder begonnen. Wenn auch nur als Praktikantin, als letztes Glied in der Kette, als Auffangbecken für Mehrarbeiten und jegliche Art von Launen, als Dienstleisterin namens Allzeit-bereit, als Multitaskerin und flexibilisierte Prekariatin. Da kam mir heute nur ein Gedanke in Sinn: Arbeit nervt! Aber wie es ja manchmal so ist: Glück im Unglück! Eine Kollegin lieferte mir genau im richtigen Augenblick genau den richtigen Song vom ganz frischen Deichkind-Album ARBEIT NERVT. Ziemlich gut zum zwischenzeitlichen Abreagieren. Und Könnte glatt zum Ohrwurm werden…

Deichkind – „Arbeit Nervt“
Album: „Arbeit Nervt“ (2008)


Priester, Putzfrauen, Pizzabäcker, Proktologen
Wollen lieber popeln, pöpeln, prügeln, pogen
Lehrer, Kellner, Gärtner, Bänker, Broker, Richter
Sehnen sich nach Druckbetankung durch den Trichter

Seelenklempner, Viehbefruchter, Astronauten
Würden gern im Weltraum schunkeln,
schwofen, saufen
Profikicker, Paparazzi, Taxifahrer
Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht der Versagers

Arbeit nervt YeahYeahYeahYeahYeahYeah……
Geht da mal lieber hin für mich!

Trucker, Butler, Schlachter, Schaffner, Politessen
Wollen gammeln feiern, flirten, fummeln, fressen
Fettabsauger, Spargelstecher, Professoren
Träumen auch von FKK in Rockstar-Posen

Kopfgeldjäger, Reiseleiter, Gleisarbeiter
Schreien, rüsselnd, rülpsend,
rotzen, rammeln, reiern
Orthopäden, Boygoupsänger Zeitsoldaten
Rohr verlegen, Kreuzworträtseln Feierabend

Frühaufstehen ist doch mehr was für dich

Arbeit nervt! Arbeit nervt!
Arbeit nervt YeahYeahYeahYeah….

Mein Konto gibt kein Cent mehr her
Er ist pleite, so scheiße pleite
Mein Kühlschrank ist komplett entleert
Er ist pleite, so richtig pleite
Doch das mach mir nichts aus
Er ist pleite, völlig pleite
Denn gleich läuft Sonja Kraus

Arbeit nervt YeahYeahYeahYeah….
Arbeit nervt! Arbeit nervt! Arbeit nervt!

der sound von berlin

Für alle, die sich besonders für die elekronische Musikszene Berlins interessieren: Ingo Bader hat zusammen mit Albert Scharenberg das Buch Der Sound der Stadt- Musikindustrie und Subkultur in Berlin herausgebracht.

Dieser Band untersucht den Aufstieg Berlins zu einem Knotenpunkt im globalen Städtenetzwerk musikalischer Produktion …Indem sie sowohl Wissenschaftlerinnen als auch Akteure der Club- und Musikszene zu Wort kommen lassen, gelingt den Herausgebern eine lebendige Diskussion zwischen Theorie und Praxis.

Scharenberg/Bader, Der Sound der Stadt, 203 S., Verlag Westfälisches Dampfboot

let’s make money

Genau passend zur aktuellen Finanzkrise läuft Erwin Wagenhofers neuer Dokumentarfilm let’s make money am 31. Oktober in den deutschen Kinos an. Und wieder konfrontiert Wagenhofer das Kinopublikum mit einem globalsierungskritischen Werk (sein letzter Film: we feed the world). Let’s make money ist ein Film, der dem globalen Fluss des Geldes folgt und somit auch das internationale Bankengeschäft erklärt. Ein Film für VWL-Interessierte und Kritiker des global bestehenden Finanzsystems (mitunter auch bekannt als Raubtierkapitalismus und die Vertreter als Heuschrecken). Ist es doch gerade kollabiert, und die Kluft zwischen Arm und Reich wird noch größer.  Wie hängen all diese Dinge zusammen? Mit Sicherheit ein aufschlussreicher und sehenswerter Film- ich bin jedenfalls schon ganz gespannt.

schimäre empfiehlt

Und denjenigen, die sich nicht nur ablenken wollen, sondern die sich eine richtig kleine Auszeit wünschen, empfehlen wir die wunderschöne Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern. Erst kürzlich verbrachten wir, die Betreiberinnen dieses Blogs, ein paar Tage am Meer. Zwar viel zu kurz, aber es hat sich definitiv gelohnt! Auch im Herbst ist die Küste alles andere als langweilig. Gerade Naturfreaks werden nicht zu kurz kommen. Denn schöne piktureske Landschaften wollen gesehen werden (auch bei vielleicht nicht so gutem Wetter). Wer also Zeit und ein klein wenig Geld übrig hat, sollte sich für ein paar Tage eine Auszeit gönnen und einfach ans Meer fahren. Ein paar wetterfeste Klamotten packen und sich dann mit der Bahn auf den Weg machen. Mit dem DB-Ostsee-Ticket ist das Meer bestens zu erreichen. Der Kostenfaktor für die Hin- und Rückfahrt beträgt 39 Euro und ist somit fast unschlagbar. Zudem sind relativ günstige Unterkünfte auf den Homepages der jeweiligen Kurverwaltungen zu finden. Wenn ich jetzt Zeit hätte, würde ich prompt wieder im Zug Richtung Meer sitzen.

miss piggy in extasy

Noch was zur allgemeinen Ablenkung:

Wer die Muppet Show kennt, weiß auch, dass Miss Piggy eine ziemlich egomanische Tussi darstellt. Zudem steht sie auf den Frosch Kermit. Er verschmäht sie aber. Nun ist Miss Piggy die unerfüllte Liebe komplett zu Kopf gestiegen: FUCK THE PAIN AWAY. Dass sie derartig abgehen kann, hätte ich auch nicht für möglich gehalten:

Miss Piggy sings Peaches:  FUCK THE PAIN AWAY

perspektiven abseits des mainstreams

Das globalisierungskritische Filmfestival globale findet dieses Jahr vom 15. bis 21.Oktober 2008 statt. Der Hauptspielort ist dieses Jahr das Kino Moviemento in Kreuzberg/Neukölln.

Und wieder verspricht die globale eine Auseinandersetzung mit nicht ganz unwichtigen Themen im Kontext der Globalisierung. Und da wir hier ja zum Thema Prekariat bloggen, empfehle ich an dieser Stelle besonders den Schwerpunkt:

Arbeit, Prekarisierung, „social fabric“
Arbeit als Ausbeutung, Arbeitslosigkeit als Druckmittel – Filme und Diskussionen über den Umgang mit dem prekärer werdenden Leben. Positionen von Arbeitskämpfern, Aussteigern, und Fabrikbesetzern.

Das gesamte Programm: globale08_0