Iain Banks…

April 5, 2013

…ist unheilbar krank. Das habe ich gestern nacht im www gelesen und es hat mich sehr berührt, brutale Endlichkeit der Existenz. Ich habe seine Bücher, insbesondere THE CROW ROAD, sehr geliebt. Jetzt schreibt er auf http://friends.banksophilia.com:

The bottom line, now, I’m afraid, is that as a late stage gall bladder cancer patient, I’m expected to live for ‘several months’ and it’s extremely unlikely I’ll live beyond a year.

Hang in there, Iain.


ganzlaut|ganzleise|mono

April 5, 2009

großartig gestern im lido: mono aus tokio


netzspuren

März 14, 2009

Aus aktuellem Anlass ein kleiner Bericht zum Thema “Netzspuren”. Kürzlich gab ich einer Person, die ich über ein bekanntes Social Networking Portal “kennengelernt” hatte, meine Emailadresse. Nein, anders: die Person schlug vor, über einen bekannten Instant Messaging Client zu chatten, wo ich mit einer meiner privaten Emailadressen registriert bin. Und diese ist neben meinem usernamen standardmäßig sichtbar. Peng.

Ein paar Tage später hat mir dann eben jene Person im Chat fast schon stolz erzählt, welche Informationen über mich er zusammengetragen hat. Es waren nicht eben wenige und ich habe mich ziemlich erschrocken. Ich bin grundsätzlich paranoid und achte darauf, meine Netzspurenlast so gering wie möglich zu halten. Er präsentierte mir google-Suchergebnisse, die zum Teil Jahre alt waren und die ich schon vollkommen vergessen hatte. Also habe ich mich daran gemacht, diese Spuren zu löschen. Ich habe geforscht und fleißig gegoogelt und dringend-freundliche Mails an die Betreiber von Foren, Communities, Websites, Blogs etc. geschickt, jeweils mit der Bitte, meinen Eintrag so schnell wie möglich zu entfernen. Dies ist auch letztendlich in allen Fällen geschehen. Aber: Google fand mich immer noch.

Googles Cache ist naturgemäß ein träges Monster und der Googlebot ganz klar überarbeitet. Und einen Antrag auf Neuindizierung/ Entfernung von Seiten aus dem Cache kann nur ein Webmaster stellen, nachdem er zuvor entsprechende Meta-Tags in den Seitencode eingefügt hat. Ergo: war ich machtlos und musste warten. Gedauert hat es am Ende knapp drei Wochen, dann war nichts mehr sichtbar.

Grund genug für mich, in dieser Zeit mein Netzverhalten zu überdenken. Mit ein bißchen Kombinationsvermögen ließe sich zum Beispiel mein richtiger Name, der Bezirk in dem ich lebe, mein Musikgeschmack und mein damaliger sozialer Status arbeitslos problemlos aus dem Netz filtern – und das wohlgemerkt nur über das Eingeben einer Emailadresse mit Fantasienamen.

Schon klar, dass ich mich nicht künstlich aufregen muss, wenn ich doch meine chat-addy bereitwillig rausgegeben habe. Eine Umfrage im Freundeskreis ergab zudem: alle googeln alle. Ständig. Und werden fündig. Insgesamt überhaupt kein Grund zur Beunruhigung oder gar zu Argwohn. Aber mir war es eine Lehre. Nie mehr ein Eintrag mit echter Adresse…


more passion!

März 8, 2009

ein freund von mir gab mir eine liste mit songs, die er gerne mag. mit der frage, ob ich nicht den ein oder anderen… …die liste war wirr, cross-genre und voller überraschungen. darunter dies (ach!):

[danke an dietmar]


wird alles mitgeloggt!?

Februar 28, 2009

Da auch mein Arbeitgeber  (oui, oui, ich zahle endlich Steuern) unangekündigt eine Kamera im Flur installiert hat, weise ich gerne auf die jüngte Folge von Chaosradio hin:

Datenschutz für Arbeitnehmer – belauscht, bespitzelt, abgeschnorchelt?

Die Skandale um Lidl, Edeka, Rewe oder Burger King sind längst keine bedauerlichen Einzelfälle mehr, sondern Zeichen einer um sich greifenden Fehlentwicklung. Denn bisher gibt es keine spezifischen Regelungen für den Datenschutz bei Arbeitnehmern, die den Umgang mit persönlichen Daten im Arbeitsverhältnis eindeutig klarstellen. Zwar hat die Bundesregierung solche Regelungen im Koalitionsvertrag versprochen, passiert ist aber in puncto Rechtsklarheit für Beschäftigte nichts.

Das Ausspionieren der Belegschaften geht also munter weiter: Da werden Gentests von Bewerbern gefordert – natürlich ganz “freiwillig” –, heimliche Videokameras nach Gutdünken gegen Mitarbeiter eingesetzt, das Surfverhalten mitprotokolliert usw. Der Mitarbeiterdatenschutz ist also diesmal Thema des Chaosradio: Wie werden Arbeitnehmer heute überwacht? Und wie sollen künftige gesetzliche Regelungen aussehen?

> als Download oder audio-on-demand bei Chaosradio

> auch interessant: golem-Artikel über forensische Software zur Mitarbeiterüberwachung


tender to all gender

Februar 28, 2009

Hört, hört: Die Charité hat den bundesweit ersten Väterbeauftragen ernannt. Väterbeauftragte Dr. Jakob Hein (Psychiater, Schriftsteller & Vater) ist die Anlaufstelle für alle männlichen Mitarbeiter, die erwägen, zur Betreuung ihres Kindes in Elternzeit zu gehen. Hier können sie sich über rechtliche und vertragliche Rahmenbedingungen informieren, Fragen stellen und moralische Unterstützung für die Durchsetzung ihres Vorhabens bekommen.

> Interview mit Jakob Hein in der Berliner Zeitung

Gute Idee: Zum kommenden Wintersemester 09/10 startet die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW) den deutschlandweiten ersten Frauenstudiengang Informatik und Wirtschaft. Er umfasst sechs Semester und schließt mit einem Bachelor of Science ab. Für studierende Mütter wird ein flexibles Studienprogramm und Unterstützung bei der Kinderbetreuung geboten.

> Infoblatt (PDF) zum Studiengang


petitio = angriff

Februar 7, 2009

Ich möchte auf drei interessante Petitionen hinweisen. Die zum bedingungslosen Grundeinkommen ist schon sehr intensiv per Email verbreitet worden. Sie hat von allen aktuellen ePetitionen die meisten Mitzeichner/innen. Die Mitzeichnungsfrist für diese Petition endet am 10.2.09.  Wer noch mitzeichnen möchte, muss sich vorher registrieren.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen… das bedingungslose Grundeinkommen einzuführen.

Begründung

Unser Finanz- und Steuersystem ist sehr unübersichtlich geworden. Auch die Arbeitslosenquote scheint eine feste Größe geworden sein. Um nun allen Bürgern ein würdevolles Leben zu gewährleisten, erscheint mir die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens als guter Lösungsweg. Ca. 1500€ für jeden Erwachsenen und 1000€ für jedes Kind. Alle bestehenden Transferleistungen, Subventionen und Steuern einstellen und als einzige(!) Steuer eine hohe Konsumsteuer einführen. Eine deutliche Vereinfachung unseres komplizierten Finanzsystems erscheint mir zwingend erforderlich. Auch ginge mit dieser Veränderung ein deutlicher Bürokratieabbau, und damit eine Verwaltungskostenreduzierung, einher.

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